Am 24. November 2025 veranstalteten Transparency International Austria und der Österreichischer Compliance
Officer Verbund (ÖCOV) eine gemeinsame Kooperationsveranstaltung, die sich mit aktuellen Fragen der Korruptionsprävention und Compliance auseinandersetzte.

Im Mittelpunkt standen die Präsentation der aktuellen europaweiten ENFCO-Studie „Corruption & Compliance“ durch die ÖCOV-Beiratsmitglieder Mag.a Andrea Pilecky, LL.M. und Mag. Roman Sartor M.B.L., sowie ein inhaltlicher Beitrag von Mag.a Daniela Hatzl, MA, Beiratsmitglied von TI-Austria. Sie gab praxisnahe Einblicke in die Arbeit des Bundesamts zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) und zeigte auf, welche präventiven Maßnahmen in der Praxis wirksam sind. Die Diskussion machte deutlich, dass Korruptionsprävention nicht allein durch Regeln und formale Vorgaben erreicht werden kann. Entscheidend ist vielmehr die gelebte Praxis in Organisationen. Dabei spielt die Organisationskultur eine zentrale Rolle, da sie bestimmt, ob präventive Maßnahmen tatsächlich umgesetzt werden oder wirkungslos bleiben.

Ebenso wurde betont, dass Führungskräfte durch ihr Verhalten eine wichtige Vorbildfunktion einnehmen – sowohl innerhalb von Organisationen als auch darüber hinaus. Zudem wurde hervorgehoben, dass Korruptionsprävention den Austausch und die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteur:innen erfordert. Angesichts der Komplexität des Themas sind gemeinsame Standards, fachliche Vernetzung und Kooperationen zwischen Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft wesentliche Voraussetzungen für wirksame Präventionsarbeit.

v.l.n.r. Mag.a Andrea Pilecky, LL.M.; Mag. Roman Sartor, M.B.L.; Mag.a Clara Schwarzacher; Mag.a Daniela Hatzl, MA (© TI-Austria)